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Vizrt zeigt die nächste Generation von Live-Produktion und AI-gestütztem Storytelling

14. Oktober 2026 durch
Vizrt zeigt die nächste Generation von Live-Produktion und AI-gestütztem Storytelling
ETAS High-Tech Systems GmbH, Online-Team

Die Anforderungen an moderne Medienproduktionen wachsen: Mehr Inhalte, mehr Plattformen und mehr Zuschauer erwarten gleichzeitig schnelle, flexible und hochwertige Produktionen. Auf der IBC 2026 zeigte Vizrt, wie künstliche Intelligenz, automatisierte Workflows und moderne Produktionslösungen dabei helfen können, diese Herausforderungen zu bewältigen – ohne dass dafür mehr Zeit oder Ressourcen notwendig sind.

Im Mittelpunkt stand eine Vision, bei der AI nicht nur einzelne Produktionsschritte unterstützt, sondern komplette Workflows miteinander verbindet und koordiniert.


Neue Generation der TriCaster-Familie


Ein Highlight der IBC war die Weiterentwicklung der TriCaster-Plattform. Mit neuen Lösungen wie TriCaster Prizm, 3Play Vivid und Live Panel Pro wurde das Portfolio gezielt auf unterschiedliche Anforderungen moderner Live-Produktionen ausgerichtet.

Dabei geht es nicht nur um neue Hardware oder zusätzliche Funktionen. Die neue Generation soll Produktionen immersiver, flexibler und einfacher steuerbar machen – von Grafik und virtuellen Umgebungen bis hin zu Replay und Slow Motion.

Mit TriCaster Vizion AI/R kommt zudem eine integrierte Lösung hinzu, die Echtzeit-AI-Keying und Augmented-Reality-Grafiken miteinander verbindet. Dadurch lassen sich virtuelle Elemente und immersive Produktionsumgebungen realisieren, ohne dass dafür komplexe Setups oder spezielle Fachkenntnisse erforderlich sind.

Das Ziel: professionelle und visuell anspruchsvolle Produktionen einfacher und skalierbarer umzusetzen.


AI macht virtuelle Studios flexibler


Auch beim virtuellen Storytelling zeigte Vizrt neue Möglichkeiten. Mit Vizrt AI Studio wurden verschiedene Technologien kombiniert, um reale Umgebungen in produktionsbereite virtuelle Welten zu verwandeln.

Eine zentrale Rolle spielt dabei der Vizrt AI Keyer, der virtuelle Studios auch ohne klassischen Greenscreen ermöglicht. Ergänzt wird dies durch Reality Connect und Gaussian Splatting, das direkt in Viz Engine integriert wurde.

Damit entsteht eine neue Form des virtuellen Storytellings: Ein Moderator kann praktisch von überall aus in virtuelle Umgebungen versetzt werden – und diese lassen sich gleichzeitig mit AR-Grafiken erweitern.


Agentic AI: Von einzelnen Aufgaben zum kompletten Workflow


Besonders interessant ist der Ansatz der Agentic Story Production. Hier geht AI über die Unterstützung einzelner Arbeitsschritte hinaus.

Lösungen wie Viz Mosart für die Studioautomation und Viz Pilot Edge für templatebasierte Grafiken werden miteinander verbunden, um aus einer Produktionsanforderung möglichst direkt fertigen Content entstehen zu lassen. Dabei übernimmt die Automatisierung vor allem wiederkehrende Aufgaben im Hintergrund. Produktionsteams erhalten dadurch mehr Freiraum für das, was nicht automatisiert werden sollte: redaktionelle Entscheidungen, Kreativität und Storytelling.

Der entscheidende Schritt ist damit der Wechsel von AI als Werkzeug hin zu AI als koordinierende Ebene innerhalb eines Produktionsworkflows.


Grafiken und Steuerung aus einer Umgebung


Auch bei Grafiken setzt Vizrt auf eine stärkere Vereinfachung der Produktion. AI-gestützte Grafikerstellung und Unified Control sollen es ermöglichen, visuell anspruchsvolle Inhalte mit weniger manuellen Arbeitsschritten zu erstellen und gleichzeitig unterschiedliche Grafik- und Screen-Workflows über eine einheitliche Oberfläche zu steuern.

Das schafft vor allem eines: mehr Kontrolle bei gleichzeitig weniger Komplexität.


Sports Storytelling wird skalierbarer


Ein weiterer Schwerpunkt der IBC-Demonstrationen lag auf der Sportproduktion. Mit Lösungen wie Viz Arena und Viz Libero zeigte Vizrt, wie sich virtuelle Grafiken, Multi-Screen-Steuerung und Sportanalyse effizienter in moderne Produktionsabläufe integrieren lassen.

Für Viz Arena stehen unter anderem verbesserte Multi-Kamera-Workflows, Ad Logging und eine erweiterte Kalibrierung im Fokus. Eine neue Calibration-Confidence-Funktion soll dabei für mehr Sicherheit bei virtueller Werbung und Live-AR sorgen.

Viz Libero wiederum erhält mit Streamable Calibration einen Workflow, bei dem die Kalibrierung im Hintergrund erfolgt und anschließend direkt auf Clips angewendet werden kann. Ein neuer Multichannel Recorder eröffnet zusätzliche Möglichkeiten für umfangreichere Sportanalysen und Storytelling.


Mehr aus vorhandenen Inhalten machen


Ein weiterer wichtiger Baustein ist das Media Asset Management mit Viz One. Die Plattform ermöglicht es Teams, Inhalte einfacher zu finden, darauf zuzugreifen und sie weiterzuverwenden. Gleichzeitig soll sie im Hintergrund die notwendige Kontrolle, Skalierbarkeit und Flexibilität für professionelle Medienorganisationen bereitstellen.

Damit wird Content nicht lediglich archiviert, sondern kann über den gesamten Produktionsprozess hinweg nutzbar bleiben.


Agentic Mission Control als übergreifende Ebene


Den vielleicht umfassendsten Blick auf die Vision von Vizrt gab Agentic Mission Control. Hier geht es darum, AI nicht mehr nur für einzelne Aufgaben einzusetzen, sondern komplette Workflows über verschiedene Produktionsbereiche hinweg zu koordinieren – von Content und Grafik über Produktion und Sport bis hin zur Distribution.

Wichtig bleibt dabei: Der Mensch behält die Kontrolle. AI soll Produktionsprozesse unterstützen, automatisieren und koordinieren, während kreative und redaktionelle Entscheidungen weiterhin beim Menschen liegen.


Die Live-Produktion wird zum intelligenten Gesamtsystem


Die IBC 2026 hat damit einen klaren Trend sichtbar gemacht: Die Zukunft der Live-Produktion liegt nicht allein in leistungsfähigerer Hardware oder einzelnen AI-Tools, sondern in der intelligenten Verbindung kompletter Workflows.

TriCaster, virtuelle Produktion, Graphics, Sports Storytelling, Media Asset Management und Mission Control werden zunehmend zu Bestandteilen eines integrierten Produktionsökosystems.

AI übernimmt dabei immer mehr repetitive Aufgaben, verbindet einzelne Produktionsschritte und kann Workflows koordinieren. Gleichzeitig bleibt die kreative Kontrolle beim Produktionsteam.

Das Ergebnis ist eine Produktionsumgebung, in der mehr Content für mehr Plattformen entstehen kann – mit weniger manuellen Arbeitsschritten und ohne die Qualität des Storytellings aus den Augen zu verlieren.

Die IBC 2026 zeigte damit vor allem eines: AI entwickelt sich vom einzelnen Werkzeug zum zentralen Bestandteil moderner visueller Produktion.